Sternenkinder Homburg

Gesprächskreis - Kurzinfo

Die Selbsthilfe-Gruppe Sternenkinder Homburg wurde im Jahr 2007 von Anika Müller gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien zu betreuen, die ihr Kind/ ihre Kinder vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben.

Anika musste im Oktober 2004 ihre Tochter Elisabeth zu den Sternen gehen lassen und war – wie so viele andere auch – erstmal überfordert mit der Situation und dem, was sie und ihr Mann plötzlich zu entscheiden und zu tun hatten. So sind ihr Dinge passiert, die ihr mit dem heutigen Wissen nicht passiert wären bzw. die sie anders entschieden hätte. Um anderen Eltern dies zu ersparen, nahm Anika Kontakt mit der evangelischen Klinikseelsorge der Uniklinik Homburg/Saar, Frau Fahrner-Pippart, auf, da sie damals an der Uni-Klinik in Homburg arbeitete und ihre Tochter Elisabeth dort geboren wurde. Daraufhin fragte die Seelsorgerin Frau Fahrner-Pippart, ob Anika nicht eine neue Selbsthilfegruppe gründen wolle, was Anika auch unter der Mitgliedschaft bei Initiative REGENBOGEN e.V. tat.

Mittlerweile ist Anika aus verschiedenen Gründen in der Selbsthilfe-Gruppe ausschließlich im Hintergrund aktiv.

Dafür engagiert sie sich seit 2010 umso mehr in der Initiative REGENBOGEN e.V., zunächst als sogenanntes "ordentliches Mitglied". Das bedeutet, dass Anika Stimmrecht in den Abstimmungen zu den Tätigkeiten des Vereines hat - sie gestaltet also mit. Im Jahr 2011 hat sie die Regionalvertretung der Initiative REGENBOGEN e.V. im Saarland übernommen und ist damit auch persönlicher Ansprechpartner für alle Kliniken, Ärzte, Hebammen, Seelsorger und Interessierte im Saarland. Seit 2013 ist sie für die Redaktion der Vereinszeitschrift INFO verantwortlich und seit 2014 im Vorstand der Initiative REGENBOGEN e.V.

Seit November 2017 wird die Selbsthilfe-Gruppe Sternenkinder Homburg durch Silke Eisler und Andrea Heisler betreut.

Silke ist verheiratet und lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Rohrbach. Sie hat vier Sternenkinder, die sie von 2012 bis 2016 in der 5. bis 13. Schwangerschaftswoche verlor. Im Jahr 2014 wurde ihr Sohn geboren, 2016 kam ihre Pflegetochter als neues Mitglied in die Familie. Aktuell erwartet sie im April 2019 ihr drittes Kind und unterstützt die Gruppe daher aus dem Hintergrund. Ihren Platz in der Betreuung der Gruppe hat Birgit Bimperling übernommen.

Andrea ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit ihrer Familie in Zweibrücken. Im Jahr 2013 mussten sie und ihr Mann zunächst ihren Sohn Felix im April in der 21. SSW und dann ihre Tochter Lea im Oktober in der 19. SSW gehen lassen. Beide Male wurde die Geburt aufgrund eines nicht erklärbaren vorzeitigen Blasensprungs eingeleitet. Durch eine intensive ärztliche Betreuung in der gesamten SSW erfüllte sich im Frühjahr 2016 der größte Wunsch des Paares, sie wurden Eltern einer gesunden Tochter.

Außerdem kümmert sich Birgit Bimperling von der Uni-Klinik um die zu früh gegangenen Kinder. Nach der Geburt in der Frauen-Klinik werden die Kinder in die Pathologie gebracht, wo Birgit sie in Empfang nimmt und bis zur gemeinsamen Kremierung verwahrt. Birgit ist zwar selbst keine Sternen-Mami, aber es ist ihr eine Herzensaufgabe, sich um die kleinen Mäuse zu kümmern. Birgit könnt Ihr auch kontaktieren, wenn Ihr Euer Kind/ Eure Kinder nochmal sehen wollt.

Zusammen mit der Klinik-Seelsorge der Uni-Klinik Homburg, Fr. Fahrner-Pippart und Fr. König,  helfen Silke, Birgit und Andrea betroffenen Familien, sei es durch Gespräche, durch das Anfertigen von 3D-Abdrücke von Händen oder Füßen der Kinder, durch das Schaffen von Erinnerungen, durch das Sammeln von Sach- und/ oder Geldspenden, durch die Organisation von Gedenk-Gottesdiensten, z.B. zum Worldwide Candle Lighting oder durch Basteln in und mit der Gruppe oder oder oder… Weitere Ideen werden ausgearbeitet und zu gegebener Zeit vorgestellt.