Sternenkinder Homburg

Für Kliniken, Ärzte und Hebammen

Liebe Ärzte, Pfleger und Hebammen!

Sie betreuen Patientinnen, deren Kind im Bauch gestorben ist. In den Treffen der Selbstilfegruppe habe ich im Laufe von 3 Jahren die Geschichten vieler betroffener Eltern gehört.

Ich habe sowohl Geschichten über gute Betreuung in dieser schrecklichen Zeit gehört, wie auch sehr negative Geschichten. Den "guten" Geschichten war allen gleich, dass die Eltern eine gute seelische Unterstützung erhalten hatten, den schlechten, dass diese gefehlt hat. Unabhängig davon, wie schwer der einzelne Fall war. Wo die menschliche Zuwendung gefehlt hat, scheint das Trauma stärker nachzuwirken und nachhaltig die Trauer der Paare zu behindern.

Machen Sie sich bewusst:

Sie behandeln im Fall des perinatalen Kindstodes nicht nur den Körper der Mutter, sondern in besonderen Maß auch ihre schwer verletzte Psyche!

Um eine "gute" Behandlung zu gewährleisten, genügt es nicht, nur die körperlichen Beschwerden zu lindern - der seelische Schmerz verlangt auch Aufmerksamkeit!

Gerade im Umgang mit frisch verwaisten Eltern ist besondere Sensibilität gefordert, die nur wirken kann, wenn entsprechend Zeit dafür eingeplant wird. Mir ist klar, dass diese Mangelware ist, aber auch mit kleinen Gesten und Worten kann viel geholfen werden.

Ich hoffe, dass die Ärzte/Pflegekräfte durch geeignete Fortbildung  mit weniger schlechtem Gefühl diese schrecklichen Ereignisse begleiten können - und dadurch Verletzungen der Eltern vermieden werden können.

 

Anika Müller, Ansprechpartnerin des Gesprächskreises Sternenkinder


ANGEBOTE ZUR WEITERBILDUNG

PRAKTISCHE TIPPS ZUM UMGANG MIT DER SITUATION

MATERIAL ZUM AUSDRUCKEN/BESTELLEN FÜR IHRE PATIENTINNEN

PERSÖNLICHE HILFE (von mir für Sie)

WISSEN ÜBER GESETZLICHE VORGABEN

FACH-LITERATUR UND LINKS

Klicken Sie die Überschriften an, um zu den Beiträgen zu gelangen!